HTTP, das Hypertext Transfer Protocol, ist ein anwendungsorientiertes Protokoll, das die Grundlage für die Datenübertragung im World Wide Web bildet. Es wurde ursprünglich von Tim Berners-Lee am CERN entwickelt und ist in der Spezifikation RFC 7230 bis RFC 7235 standardisiert. HTTP ist ein zustandsloses Protokoll, was bedeutet, dass jede Anfrage und jede Antwort unabhängig von vorherigen Interaktionen behandelt wird. Dies ermöglicht eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit bei der Übertragung von Informationen.
Das HTTP-Protokoll funktioniert nach dem Client-Server-Modell. Ein Client, meist ein Webbrowser, sendet Anfragen an einen Server, der die angeforderten Ressourcen, wie HTML-Dokumente, Bilder oder Videos, bereitstellt. Anfragen werden über verschiedene HTTP-Methoden formuliert, darunter GET, POST, PUT und DELETE, die jeweils unterschiedliche Funktionen zur Interaktion mit den Ressourcen definieren. Beispielsweise wird die GET-Methode verwendet, um Informationen abzurufen, während die POST-Methode für das Senden von Daten an den Server verwendet wird.
Ein zentrales Merkmal von HTTP ist die Verwendung von Statuscodes, die den Erfolg oder das Scheitern einer Anfrage angeben. Zu den bekanntesten Statuscodes zählen 200 (OK), 404 (Nicht gefunden) und 500 (Serverfehler).
Die Sicherheit von HTTP wird durch das HTTPS-Protokoll (HTTP Secure) erhöht, das eine Verschlüsselung der Datenübertragung mittels Transport Layer Security (TLS) bietet. Dies ist besonders wichtig für sensible Transaktionen, wie Online-Banking oder den Austausch persönlicher Daten.
HTTP hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, wobei die Einführung von HTTP/2 eine Reihe von Verbesserungen hinsichtlich Effizienz und Geschwindigkeit mit sich brachte. Die Unterstützung für Multiplexing, Header-Komprimierung und serverseitige Push-Funktionen optimiert die Kommunikation zwischen Clients und Servern und verbessert die Nutzererfahrung auf Webseiten.


