Ein MX-Eintrag (Mail Exchanger Record) ist ein wesentlicher Bestandteil des Domain Name Systems (DNS) und dient dazu, den für den E-Mail-Empfang zuständigen Mailserver einer Domain zu definieren. Durch diesen Eintrag wird festgelegt, welcher Server E-Mails, die an eine bestimmte Domain gesendet werden, empfangen und verarbeiten soll. Der MX-Eintrag ist damit entscheidend für die Funktionsfähigkeit der E-Mail-Kommunikation.
Funktionsweise
Ein MX-Eintrag besteht aus zwei Hauptkomponenten:
- Priorität: Die Priorität gibt an, in welcher Reihenfolge die Mailserver kontaktiert werden, wenn mehrere MX-Einträge für eine Domain existieren. Der Mailserver mit der niedrigsten Prioritätsnummer wird zuerst angesprochen. Falls dieser nicht erreichbar ist, werden die Server mit den höheren Prioritätsnummern in der festgelegten Reihenfolge kontaktiert. Dies sichert die Verfügbarkeit der E-Mail-Dienste, selbst wenn der primäre Server ausfällt.
- Zielserver: Der Zielserver ist der Mailserver, an den die E-Mails gesendet werden. Dieser Server wird entweder durch seinen Hostnamen oder seine IP-Adresse identifiziert. Der MX-Eintrag verbindet also die Domain mit einem oder mehreren Mailservern, die für den E-Mail-Empfang zuständig sind.
Priorität und Ausfallsicherheit
Die Priorität im MX-Eintrag spielt eine wesentliche Rolle bei der Lastverteilung und Ausfallsicherheit. Unternehmen nutzen häufig mehrere Mailserver mit unterschiedlichen Prioritäten, um eine zuverlässige Zustellung der E-Mails zu gewährleisten. Der primäre Mailserver erhält die höchste Priorität (niedrigste Zahl), während Backup-Server mit niedrigeren Prioritäten hinterlegt werden.
Anforderungen und Konfiguration
Für eine korrekte Konfiguration des MX-Eintrags ist es notwendig, dass dieser auf einen funktionierenden Mailserver verweist. Zudem muss jeder MX-Eintrag mit einem gültigen A- oder AAAA-Eintrag verknüpft sein, da er auf eine korrekte IP-Adresse zeigen muss. Fehler in der Konfiguration können dazu führen, dass E-Mails nicht zugestellt werden können, was insbesondere für geschäftskritische Kommunikation schwerwiegende Folgen haben kann.


