Die Internet Engineering Task Force (IETF) ist eine führende internationale Organisation, die Standards entwickelt und pflegt, die das Wachstum und die technische Weiterentwicklung des Internets ermöglichen. Sie ist maßgeblich verantwortlich für die Erstellung und Überprüfung von Protokollen, die weltweit für die Kommunikation und den Datenaustausch im Internet verwendet werden. Zu den bekanntesten von der IETF entwickelten Standards zählen etwa das Transmission Control Protocol (TCP), das Internet Protocol (IP) sowie das Hypertext Transfer Protocol (HTTP).
Die IETF arbeitet in einem offenen, partizipativen Modell, bei dem jeder, der technisches Know-how einbringen möchte, an den Diskussionen teilnehmen kann. Die Arbeit erfolgt in verschiedenen Arbeitsgruppen, die sich auf spezielle Themenbereiche wie Sicherheit, Routing, Anwendungsprotokolle oder Netzwerkmanagement konzentrieren. Jede dieser Gruppen arbeitet an Entwürfen und Protokollen, die schließlich zu RFCs (Request for Comments) führen können – Dokumenten, die technische und organisatorische Aspekte des Internets festlegen.
Anders als viele andere Standardisierungsgremien ist die IETF keine formelle Organisation mit festgelegter Mitgliedschaft. Sie basiert auf einem freiwilligen, offenen Prozess. Jede Person, die bereit ist, in den technischen Diskussionen beizutragen, kann teilnehmen, und es gibt keine formale Mitgliedschaft oder Abstimmungsverfahren. Entscheidungen werden in der Regel durch Konsensfindung getroffen.
Die IETF unterliegt der Internet Society (ISOC), einer Non-Profit-Organisation, die sich für die offene Entwicklung des Internets einsetzt. Während ihrer Treffen, die mehrmals im Jahr stattfinden, kommen Netzwerkspezialisten, Ingenieure und Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu besprechen und Lösungen zu erarbeiten. Diese Treffen sind ebenfalls offen für alle Interessierten.


