Ein One-Time Password (OTP) ist ein temporäres Passwort, das für eine einzelne Authentifizierungssitzung oder Transaktion verwendet wird. Es stellt eine zusätzliche Sicherheitsebene dar und kommt insbesondere bei sensiblen Online-Diensten wie Hosting-Plattformen oder beim Zugriff auf Domain-Verwaltungstools zum Einsatz. Ein OTP unterscheidet sich von herkömmlichen Passwörtern dadurch, dass es nur einmal verwendet werden kann und nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne oder nach der erfolgreichen Anmeldung ungültig wird.
Funktionsweise
OTP-Systeme generieren dynamische Passwörter, die entweder über eine spezielle App, per SMS oder per E-Mail an den Nutzer übermittelt werden. Häufig werden OTPs mithilfe von Algorithmen erzeugt, die entweder auf Zeit (TOTP – Time-Based One-Time Password) oder auf einem Ereignis (HOTP – HMAC-Based One-Time Password) basieren.
- TOTP: Zeitbasierte OTPs verwenden die aktuelle Zeit in Kombination mit einem geheimen Schlüssel, um ein einmaliges Passwort zu erstellen. Diese Passwörter sind in der Regel nur für einen kurzen Zeitraum gültig (oft 30 Sekunden).
- HOTP: Bei ereignisbasierten OTPs wird ein Zähler verwendet, der bei jeder Generierung eines neuen OTPs erhöht wird. Das Passwort bleibt gültig, bis es verwendet wird.
Einsatz im Hosting und Domain-Management
Im Bereich Hosting und Domain-Management wird OTP oft zur Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) eingesetzt, um den Zugriff auf sensible Systeme zusätzlich abzusichern. Besonders bei der Verwaltung von Domains, dem Einloggen in Control Panels oder beim Zugriff auf Cloud-Server kommt OTP zur Anwendung. Dadurch wird sichergestellt, dass selbst bei der Kompromittierung des primären Passworts kein unbefugter Zugriff möglich ist, da das zweite Authentifizierungsmerkmal (das OTP) erforderlich ist.
Für Hosting-Anbieter ist die Implementierung von OTP-Systemen ein zentraler Bestandteil der Sicherheitspraxis, um Kunden vor Cyberangriffen wie Phishing oder Brute-Force-Angriffen zu schützen.


