Ein Subnet, kurz für Subnetz, ist ein Teil eines größeren Netzwerks, das durch logische Adressierung und Segmentierung von IP-Adressen gebildet wird. Diese Struktur ermöglicht eine effizientere Verwaltung von IP-Adressen und verbessert die Netzwerksicherheit sowie die Leistung. Subnetze werden häufig in der Planung und Implementierung von Netzwerkinfrastrukturen eingesetzt, um den Datenverkehr zu organisieren und verschiedene Netzwerksegmente zu isolieren.
Die Einteilung eines Netzwerks in Subnetze erfolgt durch Subnetzmasken, die angeben, welcher Teil der IP-Adresse für das Netzwerk und welcher für die Hostadressen verwendet wird. Eine Subnetzmaske besteht aus einer Abfolge von Einsen und Nullen, wobei die Einsen den Netzwerkanteil und die Nullen den Hostanteil darstellen. Zum Beispiel wird in einer Standard-IPv4-Adresse mit der Subnetzmaske 255.255.255.0 die ersten drei Oktette als Netzwerkidentifikator verwendet, während das letzte Oktett für die Identifikation von Hosts innerhalb dieses Subnetzes reserviert ist.
Subnetting bietet mehrere Vorteile. Es ermöglicht eine bessere Nutzung des IP-Adressraums, insbesondere im Kontext von IPv4, wo die Verknappung von Adressen ein zentrales Problem darstellt. Durch die Aufteilung eines Netzwerks in kleinere Subnetze können Administratoren den Datenverkehr effizienter steuern und Engpässe vermeiden. Darüber hinaus erhöht Subnetting die Sicherheit, da der Datenverkehr zwischen Subnetzen kontrolliert werden kann, wodurch potenzielle Angriffe auf das gesamte Netzwerk minimiert werden.
In modernen Netzwerken wird häufig das Classless Inter-Domain Routing (CIDR) verwendet, um Subnetze flexibler zu gestalten. CIDR ermöglicht die Verwendung von variablen Subnetzmasken, wodurch Administratoren eine genauere Kontrolle über die Verteilung von IP-Adressen erhalten. Dies ist besonders wichtig in großen Netzwerken und bei der Integration neuer Dienste, die unterschiedliche Anforderungen an die Netzwerkarchitektur stellen.


