Domain Hijacking bezeichnet den unbefugten Zugriff auf eine Domain durch Dritte, um die Kontrolle über die Domain zu übernehmen oder sie zu verkaufen. Dieses Phänomen stellt eine ernsthafte Bedrohung für Website-Besitzer und Unternehmen dar, da es zu erheblichen finanziellen und reputativen Schäden führen kann.
Der Prozess des Domain Hijackings kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine gängige Methode ist das Phishing, bei dem Angreifer gefälschte E-Mails oder Webseiten nutzen, um an die Zugangsdaten der Domain-Registrierung zu gelangen. Diese Angriffe sind oft sehr raffiniert und können selbst erfahrene Benutzer täuschen. Eine weitere Methode ist das Ausnutzen von Sicherheitslücken in der Software der Registrare oder das Durchführen von Social Engineering, um Mitarbeiter von Domain-Registrierungsdiensten zu manipulieren.
Einmal in den Besitz der Zugangsdaten gelangt, können die Angreifer die Domain transferieren, Änderungen an den DNS-Einstellungen vornehmen oder sogar die Domain löschen. In einigen Fällen nutzen Cyberkriminelle diese übernommenen Domains, um Phishing-Webseiten zu hosten oder Malware zu verbreiten, was die Schädigung Dritter zur Folge haben kann.
Um Domain Hijacking zu verhindern, sollten Domainbesitzer mehrere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört die Verwendung starker, einzigartiger Passwörter sowie die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer dies möglich ist. Die regelmäßige Überprüfung der Kontoinformationen bei der Domain-Registrierungsstelle kann ebenfalls dazu beitragen, unbefugte Änderungen frühzeitig zu erkennen.
Zusätzlich ist es ratsam, den Domainnamen zu sperren, um unautorisierte Transfers zu verhindern. Einige Registrare bieten spezielle Schutzmaßnahmen an, wie z.B. Domain Locking oder den Einsatz von WHOIS-Schutzdiensten, die persönliche Informationen vor öffentlichen Abrufen schützen. Letztlich liegt es in der Verantwortung der Domaininhaber, ihre digitalen Vermögenswerte aktiv zu schützen, um das Risiko eines Domain Hijackings zu minimieren.


