Internationalized Domain Names (IDN) sind Domainnamen, die nicht nur aus den 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets, sondern auch aus Zeichen anderer Schriftsysteme bestehen, wie etwa Arabisch, Chinesisch, Kyrillisch oder Hindi. Diese Erweiterung der Domain-Namenskonventionen ermöglicht es Nutzern weltweit, Internetadressen in ihrer eigenen Sprache und Schrift zu verwenden.
IDN wurden entwickelt, um die Zugänglichkeit des Internets für Menschen zu verbessern, die nicht das lateinische Alphabet verwenden. Dies ist besonders wichtig in Ländern, in denen die Landessprache oder die gebräuchlichen Schriftsysteme von den standardisierten ASCII-Zeichen abweichen. Die Implementierung von IDNs begann 2003, als die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) die ersten IDN-Domains genehmigte.
Technisch gesehen werden IDNs in der Domain Name System (DNS)-Architektur durch einen Prozess namens Punycode codiert. Punycode konvertiert nicht-ASCII-Zeichen in eine ASCII-kompatible Form, die im DNS verwendet werden kann. Zum Beispiel wird die arabische Domain „مثال.إختبار“ in die ASCII-Form „xn--mgbh0fb.xn--kgbechtv“ umgewandelt.
Die Verwendung von IDNs bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Beispielsweise können Komplikationen bei der Darstellung und Eingabe dieser Domains in bestimmten Anwendungen oder Browsern auftreten. Zudem besteht das Risiko von Phishing-Angriffen, bei denen ähnlich aussehende Zeichen aus verschiedenen Schriftsystemen verwendet werden, um Benutzer zu täuschen.
Trotz dieser Herausforderungen haben IDNs erheblich zur Globalisierung des Internets beigetragen und ermöglichen es Nutzern, in ihrer Muttersprache zu kommunizieren und Informationen auszutauschen. Die Unterstützung von IDNs wird von vielen großen Registrierungsstellen und DNS-Anbietern weltweit bereitgestellt, um sicherzustellen, dass Nutzer eine nahtlose Erfahrung beim Zugriff auf internationale Webinhalte haben.


