Checkliste WordPress-Backup-Strategie
Ein Backup ist gut. Ein zuverlässig wiederherstellbares Backup ist besser.
Technische Fehler, fehlgeschlagene Updates oder Sicherheitsvorfälle können deine WordPress-Webseite beeinträchtigen. Mit unserer Backup-Checkliste erfährst du, welche Daten gesichert werden sollten, wie du Sicherungen aufbewahrst und warum ein Wiederherstellungstest wichtig ist.
Dateien, Datenbank und wichtige Einstellungen.
Passende Intervalle und Aufbewahrungsdauer.
Schutz vor Ausfall und unbefugtem Zugriff.
Backups testen und Notfallablauf kennen.
Regelmäßig sichern
Sicherungsintervalle an die Änderungen deiner Webseite anpassen.
Getrennt aufbewahren
Sicherungen nicht ausschließlich auf demselben Hosting-System speichern.
Wiederherstellung testen
Regelmäßig kontrollieren, ob sich Dateien und Datenbank zurückspielen lassen.
Das Backup-Cockpit zeigt die wichtigsten Bestandteile einer Backup-Strategie. Eine tatsächliche Sicherheitsbewertung erfolgt hier nicht automatisch.
Was gehört in ein vollständiges WordPress-Backup?
Eine WordPress-Webseite besteht aus mehr als nur ihren Beiträgen und Seiten. Für eine zuverlässige Wiederherstellung benötigst du normalerweise die Datenbank, die relevanten Dateien und wichtige Konfigurationen.
Datenbank
Beiträge, Seiten, Benutzer, Einstellungen und viele Plugin-Daten.
Medien und Uploads
Bilder, Dokumente, PDF-Dateien und hochgeladene Medien.
Themes und Plugins
Installierte Erweiterungen, Design-Dateien und eigene Anpassungen.
Konfiguration
Relevante WordPress- und Servereinstellungen, soweit für die Wiederherstellung erforderlich.
Warum sind diese Bestandteile wichtig?
Die Sicherung sollte alle Daten enthalten, die du zum Wiederherstellen deiner Webseite benötigst. Je nach WordPress-Installation können zusätzliche Komponenten hinzukommen.
WordPress-Datenbank
Die Datenbank enthält viele zentrale Inhalte und Einstellungen. Ohne eine passende Datenbanksicherung lassen sich aktuelle Beiträge, Seiten und Benutzerinformationen möglicherweise nicht wiederherstellen.
Uploads und Mediendateien
Die eigentlichen Bilder und Dokumente liegen normalerweise als Dateien auf dem Webspace. Datenbankeinträge allein ersetzen diese Dateien nicht.
wp-content/uploads/
Plugins, Themes und Anpassungen
Erweiterungen und Designdateien beeinflussen Darstellung und Funktionen deiner Webseite. Besonders selbst entwickelte Plugins, Child-Themes oder individuelle Anpassungen solltest du vollständig sichern.
wp-content/plugins/,
wp-content/themes/
und gegebenenfalls
wp-content/mu-plugins/.
Konfigurationsdateien und Zusatzdaten
Je nach Hosting-Umgebung benötigst du auch Konfigurationsdateien, Weiterleitungsregeln oder zusätzliche projektspezifische Daten. Nicht jeder Backup-Dienst berücksichtigt diese automatisch.
wp-config.php,
gegebenenfalls .htaccess,
individuelle Verzeichnisse
und spezielle Plugin-Daten.
Achtung: Nicht jedes Backup sichert automatisch alles.
Manche Backup-Lösungen sichern nur die Datenbank oder ausgewählte Dateien. Andere erstellen vollständige WordPress-Sicherungen. Prüfe deshalb genau, welche Bestandteile enthalten sind. Externe Dienste, E-Mail-Postfächer und Hosting-Einstellungen können eine separate Sicherung oder Dokumentation erfordern.
Was passiert, wenn dein Hosting ausfällt?
Ein vollständiges Backup hilft nur, wenn du auch bei einem Serverausfall darauf zugreifen kannst. Deshalb betrachten wir als Nächstes die 3-2-1-Backup-Regel.
Die 3-2-1-Backup-Regel für WordPress
Wenn deine WordPress-Webseite oder dein Hosting ausfällt, solltest du weiterhin auf eine unabhängige Sicherung zugreifen können. Die 3-2-1-Regel hilft dir, Backups auf mehrere Kopien, Speichertechnologien und Standorte zu verteilen.
Halte die Originaldaten und mindestens zwei zusätzliche Sicherungskopien vor. So bist du nicht von einer einzigen Sicherung abhängig.
Nutze nach Möglichkeit unterschiedliche Speichertechnologien, beispielsweise einen Online-Speicher und ein lokal verwahrtes externes Laufwerk.
Bewahre mindestens eine Sicherung an einem anderen Standort auf. Sie sollte auch dann erreichbar sein, wenn dein Haupt-Hosting ausfällt.
Beispiel: So könnte eine WordPress-Backup-Strategie aussehen
Für eine kleine WordPress-Webseite lässt sich die Regel beispielsweise mit diesen drei Datenkopien umsetzen.
WordPress-Webseite
Die produktive Installation liegt auf deinem Hosting-Server. Sie enthält die aktuellen Webseiten-Daten.
Externer Backup-Speicher
Eine automatische Sicherung wird auf einem unabhängigen, geschützten Online-Speicher abgelegt.
Externes Laufwerk
Eine weitere Sicherung liegt auf einem separaten Datenträger, der möglichst offline und geschützt aufbewahrt wird.
Zwei zusätzliche Schutzmaßnahmen
Die 3-2-1-Regel ist eine gute Grundlage. Für eine belastbare Strategie solltest du außerdem den Zugriff auf deine Sicherungen schützen und ihre Wiederherstellbarkeit prüfen.
Backups vor Manipulation schützen
Wenn möglich, nutze getrennte Zugangsdaten, geeignete Zugriffsbeschränkungen und unveränderbare oder zeitweise schreibgeschützte Sicherungen. Das kann helfen, Schäden durch kompromittierte Zugangsdaten oder Schadsoftware zu begrenzen.
Wiederherstellung regelmäßig testen
Prüfe, ob du die Sicherungen tatsächlich einspielen kannst. Ein Test in einer separaten Umgebung hilft zu erkennen, ob Daten fehlen, Dateien beschädigt sind oder wichtige Einstellungen nicht berücksichtigt wurden.
Wenn alle Sicherungen ausschließlich auf dem gleichen Hosting-System liegen, können ein schwerer Serverausfall oder ein Sicherheitsvorfall mehrere Kopien gleichzeitig betreffen. Mindestens eine unabhängig gespeicherte Sicherung ist deshalb besonders wichtig.
Wie häufig solltest du WordPress sichern?
Die richtige Backup-Häufigkeit hängt davon ab, wie oft du deine Webseite veränderst. Im nächsten Abschnitt zeigen wir geeignete Intervalle für unterschiedliche WordPress-Projekte.
Wie oft solltest du WordPress sichern?
Die optimale Backup-Häufigkeit hängt davon ab, wie oft sich deine WordPress-Webseite verändert. Je mehr neue Daten zwischen zwei Sicherungen entstehen, desto größer kann der Datenverlust bei einer Wiederherstellung sein.
Backup-Intervalle nach Webseiten-Typ
Diese Beispiele helfen dir, eine erste Sicherungsstrategie für dein Projekt zu entwickeln.
| WordPress-Projekt | Mögliches Intervall | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Kleine Informationswebseite | Wöchentlich | Zusätzlich vor Updates und größeren Änderungen sichern. |
| Blog oder Ratgeberseite | Täglich | Besonders bei regelmäßigen Veröffentlichungen, Kommentaren oder neuen Inhalten. |
| Häufig aktualisiertes Portal | Mehrmals täglich | Bei laufenden Änderungen und wichtigen Nutzerdaten kürzere Intervalle prüfen. |
| Onlineshop / WooCommerce | Häufig / kontinuierlich | Bestellungen und Kundendaten erfordern möglicherweise sehr kurze Sicherungsintervalle oder spezielle Backup-Verfahren. |
Wie viel Datenverlust kannst du akzeptieren?
Diese Frage wird in der IT mit dem Begriff Recovery Point Objective (RPO) beschrieben.
Das RPO legt fest, wie weit du im schlimmsten Fall auf einen älteren Datenstand zurückgehen können möchtest. Daraus lässt sich ableiten, wie häufig Sicherungen notwendig sind.
Wenn du maximal einen Tag an Änderungen verlieren möchtest, kann ein tägliches Backup die Grundlage sein. Entscheidend ist, ob die Sicherung tatsächlich erfolgreich erstellt und verfügbar ist.
Wie lange solltest du deine Backups aufbewahren?
Neben dem Sicherungsintervall ist die Aufbewahrungsdauer wichtig. Ältere Sicherungen können helfen, wenn ein Problem erst später entdeckt wird.
Tägliche Sicherungen
Beispielsweise die letzten 7 bis 14 Tage aufbewahren. So kannst du bei aktuellen Problemen auf mehrere Sicherungsstände zurückgreifen.
Wöchentliche Sicherungen
Beispielsweise mehrere Wochen zusätzlich aufbewahren. Das kann helfen, wenn ein Fehler erst mit Verzögerung erkannt wird.
Monatliche Sicherungen
Für bestimmte Projekte können zusätzliche ältere Sicherungsstände sinnvoll sein. Die notwendige Dauer hängt vom Risiko, Speicherbedarf und Datenschutz ab.
Ältere Sicherungen können personenbezogene Daten enthalten, die auf der aktiven Webseite inzwischen gelöscht wurden. Lege deshalb angemessene Aufbewahrungs- und Löschfristen fest. Der konkrete Zeitraum sollte zum Zweck der Sicherung, den Risiken und deinen datenschutzrechtlichen Anforderungen passen.
Wer sollte deine WordPress-Backups erstellen?
Im nächsten Abschnitt vergleichen wir automatische Sicherungen durch deinen Hosting-Anbieter mit Backup-Plugins und eigenen Sicherungslösungen.
Deine interaktive WordPress-Backup-Checkliste
Mit diesen 20 Prüfpunkten kontrollierst du, ob deine Backup-Strategie die wichtigsten Bereiche abdeckt. Klappe die Themenbereiche auf und markiere alle Punkte, die du tatsächlich überprüft und erfüllt hast.
Dein Backup-Fortschritt
Jeder bestätigte Prüfpunkt erhöht den Fortschritt. Ein vollständiger Check bedeutet nicht automatisch, dass alle Risiken ausgeschlossen sind.
0 von 20 Prüfpunkten erledigt01 Backup-Vollständigkeit Welche Daten werden gesichert? 0 / 4
02 Automatisierung und Intervalle Wie zuverlässig entstehen neue Backups? 0 / 4
03 Speicherorte und 3-2-1-Regel Wie unabhängig sind deine Sicherungen? 0 / 4
04 Aufbewahrung und Kontrolle Wie lange bleiben Sicherungen verfügbar? 0 / 4
05 Wiederherstellung und Notfall Funktioniert das Backup im Ernstfall? 0 / 4
Deine Backup-Prüfung kann beginnen
Öffne die Themenbereiche und arbeite die Prüfpunkte nacheinander ab. Dein Fortschritt wird hier angezeigt.
Die Auswahl wird, soweit möglich, ausschließlich lokal im Browser gespeichert. Es erfolgt keine Übertragung der Antworten an HostingNavigator.
WordPress-Backup wiederherstellen: So testest du deine Sicherung
Eine erfolgreiche Backup-Meldung reicht allein nicht aus. Erst ein Wiederherstellungstest zeigt, ob deine Sicherung vollständig und nutzbar ist. Mit diesen fünf Schritten kannst du einen solchen Test systematisch vorbereiten.
Wiederherstellung in fünf Schritten
-
01
Geeignetes Backup auswählen
Wähle eine möglichst vollständige und passende Sicherung. Prüfe Datum, enthaltene Dateien und Datenbank.
-
02
Separate Testumgebung vorbereiten
Verwende möglichst eine Staging-Umgebung oder eine getrennte WordPress-Installation. So gefährdest du nicht deine produktive Webseite.
-
03
Dateien und Datenbank wiederherstellen
Spiele die Sicherung mit den vorgesehenen Werkzeugen ein. Passe bei Bedarf Konfigurationen, Datenbankzugänge und Webseiten-Adressen an.
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04
Webseite und Funktionen testen
Kontrolliere Beiträge, Bilder, Plugins, Navigation, Formulare und andere wichtige Funktionen. Bei Shops oder Portalen können zusätzliche Tests notwendig sein.
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05
Testergebnis dokumentieren
Halte fest, welche Sicherung verwendet wurde, wie lange die Wiederherstellung gedauert hat und welche Probleme aufgetreten sind. Verbessere den Ablauf bei Bedarf.
Eine gute Backup-Strategie besteht nicht nur aus Sicherungskopien
Entscheidend sind vollständige Daten, passende Backup-Intervalle, unabhängige Speicherorte und eine überprüfte Wiederherstellung. Nutze unsere interaktive Backup-Checkliste regelmäßig, besonders nach größeren Änderungen an deiner WordPress-Webseite.
Bietet dein Hosting-Tarif die Sicherungsfunktionen, die du benötigst?
Automatische Backups, Aufbewahrungsdauer und Wiederherstellungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Tarif. In unserem WordPress-Hosting-Vergleich stellen wir ausgewählte Angebote von IONOS, dogado, Raidboxes und HostPress gegenüber. Prüfe die aktuellen Backup-Leistungen direkt beim jeweiligen Anbieter.
Weitere WordPress-Ratgeber entdecken: Erfahre mehr über Hosting-Arten, technische Grundlagen und die zuverlässige Verwaltung deiner WordPress-Webseite.
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